Praktikum als Software Engineer in Zürich: Sommer 2027

Bevor du dich bewirbst
Für den Sommer 2027 laufen die ersten Zürcher Fristen schon im Herbst 2026 ab: Google wollte Bewerbungen für Bachelor und Master vor dem 23. Oktober und nimmt Doktorierende bis 14. Dezember. UBS und Zürcher Kantonalbank öffnen ihre Sommerfenster Anfang 2027, und manche ETH-Spin-offs stellen das ganze Jahr über ein. Den Lohn nennen nur wenige. Kommst du nicht aus der EU, bestimmen die Bewilligungsregeln deinen Sommer so stark wie dein Lebenslauf.
Dieser Ratgeber behandelt nur Praktika im Software Engineering und richtet sich an Studierende der ETH Zürich, der Universität Zürich (UZH) und ausländischer Hochschulen. Jedes Programm haben wir von der Karriereseite des Arbeitgebers übernommen, jede Regel aus dem Bundesrecht oder vom Kanton Zürich. Wo ein Arbeitgeber etwas nicht sagt, etwa was er zahlt, schreiben wir das, statt zu raten.
Wer bietet 2027 Software-Praktika in Zürich an?
Big Tech, die Banken, ETH-Spin-offs und die öffentliche Hand stellen in Zürich Software-Praktikantinnen und -Praktikanten ein, aber jede Gruppe rekrutiert nach ihrem eigenen Kalender. Diese Programme konnten wir auf den Seiten der Arbeitgeber selbst bestätigen:
| Arbeitgeber | Dauer | Bewerbung | Lohn publiziert |
|---|---|---|---|
| Google, BS/MS Software oder SRE | 13 bis 17 Wochen, Start Mai bis Juli 2027 | Geschlossen am 23. Oktober 2026 | Nicht für die Schweiz |
| Google, PhD Software Engineering | 13 bis 17 Wochen | Vor dem 14. Dezember 2026 | Nicht für die Schweiz |
| UBS | 3 bis 6 Monate, Start Februar, Juli oder September | Januar bis März für Juli und September | Bezahlt, ohne Betrag |
| Zürcher Kantonalbank | 10 Wochen im Sommer | Fenster öffnet Anfang Jahr | Nein |
| ANYbotics | 6 Monate, Start in jedem Monat | Das ganze Jahr | CHF 3'000 pro Monat |
| Disney Research Studios | 3 bis 4 Monate | Spontanbewerbung, keine Frist genannt | Nein |
| Bundesverwaltung | Bis 6 Monate während des Bachelors | Wenn Stellen ausgeschrieben sind | CHF 2'875 pro Monat |
Google schliesst zuerst, Monate bevor die Schweizer Banken öffnen. Die Banken besetzen ihre Sommerplätze mit Bewerbungen vom Jahresanfang. Start-ups schreiben aus, wenn ein Team jemanden braucht, und die öffentliche Hand publiziert ihre ganze Lohnskala. Googles Fristen kommen zuerst, also kommt Google auch hier zuerst.
Google: die frühesten Fristen in Zürich
Google hat im Herbst 2026 sechs Praktika für 2027 in Zürich ausgeschrieben, und am begehrtesten bei Software-Studierenden ist der Software Engineering and Site Reliability Engineering BS/MS Intern, 2027. Die Stelle steht Studierenden im vorletzten oder letzten Jahr eines Bachelor- oder Masterstudiums in Europa, im Nahen Osten oder in Afrika offen. Du arbeitest 13 bis 17 Wochen Vollzeit, mit Start im Mai, Juni oder Juli 2027, und gibst als Wunschstandort Zürich, München, Paris, Dublin oder Stockholm an. Das Inserat verlangte Bewerbungen vor dem 23. Oktober 2026, prüft sie laufend und warnt, dass eine Antwort länger als 90 Tage dauern kann. Du brauchst einen Lebenslauf und einen Notenauszug auf Englisch.
Zwei Zeilen in diesem Inserat zählen mehr als der Rest. Erstens heisst es dort, Bewerbende «will not be eligible for immigration sponsorship». Praktisch bedeutet das: Du musst schon in der Schweiz arbeiten dürfen, ohne dass Google für dich eine Bewilligung beantragt. Zweitens nennt Google für Bachelorstudierende im selben Praktikum den Lohn in Frankreich (53'000 Euro), Deutschland (68'500 Euro), Irland (61'000 Euro) und Schweden (545'000 SEK), aber keinen Betrag für die Schweiz.
Machst du ein Doktorat, läuft der Software Engineering PhD Intern, 2027 zu denselben Bedingungen in der Schweiz oder in Deutschland, mit Bewerbung vor dem 14. Dezember 2026. Der Student Researcher, 2027 schliesst am 13. Dezember 2026 und steht Bachelor-, Master- und PhD-Studierenden offen. Diese Stelle ist die flexiblere der beiden: Die Projekte laufen in Teilzeit oder Vollzeit, du musst die ganze Zeit immatrikuliert bleiben, und du brauchst schon eine gültige Arbeitsbewilligung oder musst die lokalen Zulassungsregeln erfüllen.
Der andere grosse Name mit festem Programm sind die Disney Research Studios, das Forschungslabor des Konzerns nahe der Zürcher Innenstadt. Die Praktikantinnen und Praktikanten arbeiten dort 3 bis 4 Monate Vollzeit und auf Englisch, in Computergrafik, Machine Learning und Computer Vision. Verlangt werden ein Bachelor in Informatik, idealerweise mit laufendem Master- oder Doktoratsstudium, und drei oder mehr Referenzen, wenn du in die späteren Runden kommst. Die Schweizer Banken rekrutieren später im Jahr.
Banken: UBS und ZKB öffnen im neuen Jahr
Zwei der bekanntesten Zürcher Banken bieten Praktika mit Technologie-Schwerpunkt an, und beide öffnen die Bewerbung zu Jahresbeginn. Keine nimmt vor dem neuen Jahr Bewerbungen für den Sommer 2027 an, nutz die Wartezeit also, um zu prüfen, ob du ihre Bedingungen erfüllst.
Das Praktikumsprogramm der UBS in der Schweiz ist bezahlt, dauert 3 bis 6 Monate und umfasst alle Bereiche, auch Technology. Die Praktikantinnen und Praktikanten starten an festen Daten im Februar, Juli oder September. Die Bewerbung für Juli und September öffnet meist zwischen Januar und März desselben Jahres, die für Februar im September davor. Du brauchst mindestens vier abgeschlossene Semester und Noten, die auf einen Schnitt von 4,5 auf der Schweizer Skala hinauslaufen. Hast du schon abgeschlossen, darf das höchstens zwölf Monate vor dem Start liegen. Pro Studienjahr darfst du höchstens drei Bewerbungen schicken, über alle Bereiche und Schweizer Standorte hinweg, wähl deine Teams also mit Bedacht.
Achte auf die Dauer. Ein sechsmonatiges Praktikum ab Juli reicht weit ins Herbstsemester hinein. Studierst du hier und hast einen EU-Pass, brauchst du dafür eine Bewilligung für Erwerbstätige. Kommst du von ausserhalb der EU, ist Vollzeitarbeit im Semester nur möglich, wenn das Praktikum obligatorisch ist (mehr dazu weiter unten).
Das Summer Internship der Zürcher Kantonalbank ist kürzer: zehn Wochen in Private Banking, IT oder Handel, mit Kursen und Anlässen rund um die Arbeit. Es richtet sich an Studierende, die ein Studium begonnen oder abgeschlossen haben und ihre Semesterferien nutzen wollen. Laut der Bank öffnen die Fenster jeweils zu Jahresbeginn, und sie bietet einen Job-Alert an. Die Seite ist auf Deutsch, was einiges über die Arbeitssprache verrät; unser Ratgeber zu Deutsch im Zürcher Job erklärt, wie du dieses Signal liest. Junge Firmen ticken anders.
ETH-Spin-offs: jeden Monat, manchmal mit Lohn im Inserat
Start-ups haben selten ein festes Sommerprogramm. Sie schreiben ein Praktikum aus, wenn ein Team jemanden braucht, oft für sechs Monate, und manche nennen den Lohn.
ANYbotics, ein ETH-Spin-off, das die Inspektionsroboter ANYmal baut, ist ein gutes Beispiel. Im Praktikum als Software Engineer im Bereich Industrialisierung schreibst du in der Fertigung Testabläufe in Python für die Hardware des Roboters. Das Inserat nennt CHF 3'000 pro Monat, sechs Monate zu 100 Prozent vor Ort, Start jeweils am Ersten eines Monats. Die Firma schreibt, dass sie das ganze Jahr Praktikantinnen und Praktikanten nimmt und regelmässig Stellen ausschreibt.
Dasselbe Inserat sagt genau, wer sich bewerben kann, und es liest sich wie eine Zusammenfassung des Gesetzes. Bewerbende aus der EU dürfen das Praktikum freiwillig machen, müssen aber an einer Hochschule immatrikuliert sein und brauchen eine Aufenthaltsbewilligung. Bewerbende von ausserhalb der EU brauchen ein Praktikum, das für ihr Studium obligatorisch ist, belegt mit einem Schreiben der Hochschule, und müssen bereits in der Schweiz wohnen.
Manche Firmen stellen Studierende stattdessen während des Semesters ein. Das Zürcher Büro von GetYourGuide zum Beispiel schrieb eine Werkstudentenstelle in Security Engineering aus, mit Arbeitszeiten, die sich nach dem Studium richten. Für Studierende von ausserhalb der EU fällt so eine Stelle unter die Grenze von 15 Stunden pro Woche. Unsere Übersicht, wer in Zürich Software Engineers einstellt, nennt weitere junge Firmen mit ETH-Wurzeln. Nur bei der öffentlichen Hand kannst du den Lohn vergleichen, bevor du dich bewirbst.
Öffentliche Arbeitgeber publizieren ihre Löhne
Die Bundesverwaltung und der Kanton Zürich regeln die Praktikumslöhne verbindlich und veröffentlichen sie. Damit taugen sie als Massstab, auch wenn du dich dort nie bewirbst.
Das Eidgenössische Finanzdepartement legt für Hochschulpraktika in der ganzen Bundesverwaltung eine einheitliche Lohnskala fest, gestützt auf Artikel 25a der Bundespersonalverordnung, der das Praktikum ausserdem für Studierende auf sechs Monate und nach dem Abschluss auf zwölf Monate begrenzt. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) publiziert die Beträge auf seiner Praktikumsseite: CHF 2'875 pro Monat während des Bachelors, CHF 4'020 nach dem Bachelor und CHF 4'500 nach dem Master oder Doktorat. Die Parlamentsdienste nennen CHF 3'216 und CHF 3'600 für eine 80-Prozent-Stelle, also dieselbe Skala. Die meisten Bundesämter sitzen in Bern, nimm diese Zahlen also als Richtwert und nicht als Zürcher Angebot.
Der Kanton Zürich wendet eine Richtlinie für Praktikantenlöhne mit drei Typen an: vor, während und nach der Ausbildung. Der Lohn liegt in einer Bandbreite, gerechnet auf eine 42-Stunden-Woche und in zwölf Teilen ausbezahlt, die den 13. Monatslohn schon enthalten. Die UZH publiziert die Beträge für 2026: CHF 15'013 bis 45'043 pro Jahr für ein Praktikum während des Studiums und CHF 25'023 bis 70'066 nach einem Abschluss. Wo du landest, hängt davon ab, wie viel verwertbare Erfahrung du mitbringst, und ein Praktikum von mehr als sechs Monaten kann ab dem siebten Monat bei guten Leistungen um 10 Prozent steigen.

Ausser ANYbotics nennt keines der privaten Programme in unserer Tabelle einen Betrag, deshalb kommen diese Zahlen einer öffentlichen Untergrenze am nächsten. Ob du überhaupt eine dieser Stellen antreten kannst, hängt an einer Frage, die deine Hochschule beantwortet, nicht der Arbeitgeber.
Muss dein Praktikum obligatorisch sein?
Nur wenn du nicht aus der EU kommst, und selbst dann nicht immer. Ein freiwilliges Praktikum in den Semesterferien ist erlaubt, sobald du sechs Monate studiert hast. Aber erst ein Pflichtpraktikum erlaubt Vollzeitarbeit während des Semesters, und es ist der einzige Weg, wie jemand, der im Ausland immatrikuliert ist, überhaupt ein Praktikum in Zürich machen kann. Prüf also zuerst nicht das Inserat, sondern deine eigene Studienordnung.
An der UZH gehört zum Bachelor in Informatik ein Pflichtmodul, das Informatikpraktikum. Es verlangt mindestens 12 Arbeitswochen Vollzeit in einer Firma, meist in den Sommerferien, mit höchstens einer Woche Überschneidung mit den Vorlesungen. Das Institut muss deine Projektbeschreibung vor dem Start genehmigen und anerkennt kein Praktikum nachträglich. Zum Abschluss schreibst du einen dreiseitigen Bericht, hältst eine zehnminütige Präsentation und reichst eine Kopie deines Arbeitszeugnisses ein. Heb die Unterlagen auf: ANYbotics zum Beispiel verlangt von Studierenden von ausserhalb der EU ein Schreiben der Hochschule, dass das Praktikum obligatorisch ist.
Das Studierendenportal der ETH schreibt nur, dass ausländische Studierende mit einer Arbeitsbewilligung im Semester bis zu 15 Stunden pro Woche und in den Semesterferien unbegrenzt arbeiten dürfen. Eine ETH-Seite, die in der Informatik ein Praktikum vorschreibt, haben wir nicht gefunden. Frag also bei deinem Departement nach, bevor du einem Arbeitgeber ein Schreiben versprichst.
Studierst du im Ausland, setzt der Kanton Zürich enge Grenzen:

Beachte die Viertel-Regel in der Mitte: Die kurzfristig beschäftigten Ausländerinnen und Ausländer dürfen nicht mehr als einen Viertel des Personalbestands der Firma ausmachen. Ein kleines Start-up erreicht diese Grenze schnell. Die übrigen Regeln hängen von deinem Pass ab.
Arbeitsregeln für Studierende aus Drittstaaten
Studierende von ausserhalb der EU und EFTA dürfen in Zürich während des Studiums arbeiten, aber nur mit einer Bewilligung, die der Arbeitgeber beantragt, und bei einem gewöhnlichen Nebenjob erst nach den ersten sechs Monaten.
Die Regel steht in Artikel 38 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE). Eine Bewilligung für einen Nebenerwerb gibt es frühestens sechs Monate nach Studienbeginn, wenn deine Hochschule bestätigt, dass die Arbeit mit dem Studium vereinbar ist und den Abschluss nicht verzögert, wenn du ausserhalb der Ferien höchstens 15 Stunden pro Woche arbeitest und wenn der Lohn üblich ist. Die 15-Stunden-Grenze gilt nur im Semester. In den Semesterferien darf ein Sommerpraktikum Vollzeit sein.
Ein Pflichtpraktikum fällt dagegen unter Artikel 39. Eine Wochengrenze gibt es nicht, aber die bezahlte Arbeit darf nicht mehr als die Hälfte der gesamten Studiendauer ausmachen, und wieder stellt der Arbeitgeber das Gesuch und der Lohn muss üblich sein. Der Kanton Zürich wendet beide Regeln an und hält fest, dass der Arbeitgeber das Gesuch einreicht.

Rechne damit, dass der Papierkram dauert. Die Zürcher Hochschule der Künste schreibt ihren internationalen Studierenden, dass Gesuche bis zu drei Monate dauern können (Merkblatt auf Englisch) und niemand vor gültiger Bewilligung anfangen darf. Unterschreibst du im Mai für einen Start im Juni, wird es knapp. Studierende aus der EU haben damit viel weniger zu tun.
EU- und EFTA-Studierende: dieselben 15 Stunden, ohne Formulare
Hast du einen Pass aus der EU oder EFTA und studierst in Zürich, kannst du ohne Bewilligung ein Sommerpraktikum machen. Die Weisung des Migrationsamts zum Freizügigkeitsabkommen, in Kraft seit dem 1. Mai 2026, erlaubt Studierenden und Doktorierenden, bis zu 15 Stunden pro Woche zu arbeiten und in den Ferien Vollzeit, ohne Bewilligung und ohne Meldung. Für mehr als 15 Stunden im Semester brauchst du eine Aufenthaltsbewilligung für Erwerbstätige. Ein Pflichtpraktikum muss dem Migrationsamt gemeldet werden.
Studierst du anderswo in Europa und kommst nur für den Sommer, entscheidet die Vertragsdauer. Eine Stelle bis drei Monate läuft über ein einfaches Meldeverfahren, und der Arbeitgeber muss die Meldung spätestens am Tag vor deinem Start einreichen. Für einen Vertrag von drei bis zwölf Monaten gibt es eine Kurzaufenthaltsbewilligung, die du bei der Anmeldung in deiner Gemeinde beantragst; unsere Checkliste für die ersten 30 Tage erklärt diese Anmeldung. Teilzeitverträge brauchen meist mindestens 15 Stunden pro Woche, damit sie als Erwerbstätigkeit zählen.
Eine Gruppe fällt aus dem Raster. Das Freizügigkeitsabkommen gilt seit dem 1. Januar 2021 nicht mehr für britische Staatsangehörige, deshalb wird, wer aus Grossbritannien erst danach zum Studium gekommen ist, wie alle Studierenden aus Drittstaaten behandelt. Mit dem Abschluss ändert sich das Bild wieder.
Nach dem Abschluss: Praktika brauchen einen anderen Weg
Sobald du deinen Abschluss hast, gelten die Regeln für Studierende nicht mehr. Absolventinnen und Absolventen aus der EU und EFTA können ein Praktikum wie jede andere Stelle antreten. Für alle anderen gibt es drei Wege.
Schliesst du an einer Schweizer Hochschule ab, kannst du eine Bewilligung für sechs Monate zur Stellensuche erhalten, sofern du genug Geld, eine Unterkunft und dein Diplom hast. Eine Stelle von hohem wissenschaftlichem oder wirtschaftlichem Interesse kann danach bewilligt werden, ohne dass wie sonst geprüft wird, ob jemand aus der Schweiz oder der EU verfügbar war, gestützt auf Artikel 21 des Ausländer- und Integrationsgesetzes (AIG). Der Kanton schreibt, dass er nur Branchen mit Fachkräftemangel berücksichtigt, nennt Forschung und Entwicklung oder neue Technologien als Beispiele für hohes wissenschaftliches Interesse und lässt den Arbeitgeber das Gesuch stellen.
Stammt dein Abschluss aus dem Ausland, erlauben die Stagiaires-Abkommen über den Austausch junger Berufsleute bis zu 18 Monate Arbeit im eigenen Fach, für Staatsangehörige von 15 Ländern: Argentinien, Australien, Chile, Indonesien, Japan, Kanada, Monaco, Neuseeland, die Philippinen, Russland, San Marino, Südafrika, Tunesien, die Ukraine und die USA. Verlangt sind mindestens ein Bachelor oder eine zweijährige Berufslehre und eine Vollzeitstelle zum ortsüblichen Lohn, und du stellst das Gesuch über die Behörden in deinem Heimatland.
Der dritte Weg ist ein Betriebspraktikum von bis zu 18 Monaten, das der Kanton erlaubt, wenn du dich auf eine spätere Stelle im selben Konzern im Ausland vorbereitest. Ausserhalb dieser drei Wege gelten für ein Praktikum nach dem Studium die normalen Regeln für Arbeitskräfte aus Drittstaaten, das heisst, der Arbeitgeber muss zeigen, dass er keine geeignete Person aus der Schweiz oder der EU gefunden hat.
Was du bis März erledigen solltest
Fang bei deiner eigenen Hochschule an, nicht bei den Inseraten. Schreibt dein Studium ein Praktikum vor, hol dir die Genehmigung oder das Schreiben jetzt. An der UZH muss die Projektbeschreibung vor dem ersten Arbeitstag genehmigt sein.
Dann arbeite den Kalender ab. Bei Google schliesst die Ausschreibung für den Student Researcher am 13. Dezember 2026 und das PhD-Praktikum am 14. Dezember. Richte vor Januar Job-Alerts bei UBS und Zürcher Kantonalbank ein, denn beide öffnen ihre Sommerfenster früh im Jahr, und bei der UBS hast du nur drei Bewerbungen. Schau dir ETH-Spin-offs und andere Start-ups jederzeit an und lies in jedem Inserat die Zeile, wer sich bewerben darf. Die VIS Kontaktparty an der ETH, über die unser Ratgeber zu Tech-Meetups schreibt, bringt einmal im Jahr mehr als 80 IT-Firmen an die ETH; die nächste findet am 13. März 2027 statt.
Kommst du nicht aus der EU, sag jedem Arbeitgeber früh, dass er deine Bewilligung beantragen muss, und rechne drei Monate dafür ein. Ein Angebot für den Sommer nützt dir nur, wenn die Bewilligung vor dem Sommer da ist.
Häufige Fragen
- Ist ein unbezahltes Praktikum in Zürich erlaubt?
- Nicht, um die Bewilligung zu umgehen. Nach Schweizer Recht gilt Arbeit als Erwerbstätigkeit, ob sie bezahlt wird oder nicht, also brauchst du als Studentin oder Student aus einem Drittstaat so oder so eine Bewilligung. Und die gibt es nur bei orts- und branchenüblichem Lohn und üblichen Arbeitsbedingungen, was Gratisarbeit ausschliesst.
- Darf ich mit dem Praktikum anfangen, bevor die Bewilligung da ist?
- Nein. Die Zürcher Hochschule der Künste schreibt ihren internationalen Studierenden, dass sie erst mit gültiger Bewilligung anfangen dürfen und dass Gesuche bis zu drei Monate dauern können. Kommst du aus einem Drittstaat, bitte den Arbeitgeber, das Gesuch gleich nach der Unterschrift einzureichen. Bist du aus der EU oder EFTA und arbeitest höchstens drei Monate, muss der Arbeitgeber dich nur bis am Vortag deines Starts melden.
- Gelten für Studierende aus Grossbritannien die EU-Regeln?
- Nein. Laut Migrationsamt des Kantons Zürich gilt das Freizügigkeitsabkommen seit dem 1. Januar 2021 nicht mehr für britische Staatsangehörige, ausser für Rechte, die vorher erworben wurden. Wer aus Grossbritannien erst danach gekommen ist, fällt unter die Regeln für Studierende aus Drittstaaten.
- Muss ich auf den Praktikumslohn Steuern zahlen?
- Meist ja, als Quellensteuer. Wer mit einer Aufenthaltsbewilligung B zu Studienzwecken arbeitet, wird an der Quelle besteuert, das heisst, der Arbeitgeber zieht die Steuer direkt vom Lohn ab. Frag nach Brutto- und Nettolohn, bevor du zwei Angebote vergleichst.
- Kann ich meine Masterarbeit in einer Zürcher Firma schreiben, statt ein Praktikum zu machen?
- Ja, und für Studierende aus Drittstaaten gilt dieselbe Regel wie für ein Pflichtpraktikum. Laut Kanton Zürich kann ausländischen Studierenden einer Schweizer Hochschule, die ihre Abschlussarbeit bei einer Schweizer Firma schreiben wollen, eine Bewilligung erteilt werden, solange die bezahlte Arbeit unter der Hälfte der gesamten Studiendauer bleibt und der Lohn ortsüblich ist.
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